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Die Weltpfadfinderbewegung



Brownsea-IslandAm Morgen des 1 August 1907 pünktlich zum Sonnenaufgang rief Lord Robert Baden Powell of Gilwell das erste Pfadfinderlager der Welt auf Brownsea Island in der Nähe von London aus und legte damit den Grundstein für eine Pfadfinderbewegung, dessen Idee sich schon bald um den ganzen Erdball verbreiten sollte.
22 Jungen aus allen sozialen Schichten nahmen daran teil, trugen die –ebenfalls seit dem traditionelle- Kluft, um die Unterschiede zu verwischen und verwirklichten das Konzept einer Pädagogik des Erlebens und der Verantwortung für den Einzelnen und die Gruppe, das „B.P“ schon seit 1899 entwickelt und hinterher in seinem grundlegenden Buch „Scouting for boys“ niedergelegt hat.
Der große Erfolg des Buches und die wachsende Begeisterung für die Pfadfinder-Idee führte 1908 in England, dem „Mutterland der Pfadfinder“, zur Gründung der „Scout Association“



Die ersten Pfadfinder in Deutschland
Es dauert nur ein weiteres Jahr und der Pfadfindergedanke schwappt über den Kanal und verbreitet sich in anderen Ländern, so auch in Deutschland. Hier war es der Stabsarzt Dr. Alexander Lion, der deutsche Vorstellungen von Jugendarbeit mit den Ideen „B.P.´s“ verband und das englische Wort „Scout“ mit dem deutschen „Pfadfinder“ übersetzte.
Bereits vor dem 1 Weltkrieg gab es allein in Deutschland schon 110.000 Pfadfinder.


1909 fand das erste große Pfadfindertreffen mit über 11.000 Teilnehmern im Kristallpalast in London statt. Da hier nicht nur Jungen, sondern auch Mädchen vertreten waren, wurden daraufhin 1910 die Girl Guides gegründet, die von „B.P.´s“ Frau, Olave Baden-Powell, geleitet wurden.
Einige Jahre später erhielt „B.P.“ den Gilwell Park von dem Kautschuk Fabrikanten F:W. de Bois MacLaren als Geschenkt, um ihn für die Ausbildung von PfadfinderInnen zu nutzten. So fand hier 1919 der erste Woodbadgekurs statt.


Brownsea-Island

Die „legendären“ Woodbadge-Klötzchen
Am Ende des Ausbildungskurses überreichte B.P. jedem Teilnehmer eine Holzperle seiner aus Südafrika mitgebrachten Kette. Dies wurde Tradition: Seit dem erhält jeder Woodbadgkurs-Absolvent eine Kette mit zwei Holzperlen.





Wiederum nur 1 Jahr später, 1920, wurde in London das erste Weltpfadfindertreffen veranstaltet. An diesem Jamboree nahmen ca. 8.000 Pfadfinder aus 27 Ländern teil.
Bild WOSMSie ernannten Baden-Powell zum Chief Scout of the World.
In der 1922 begründeten World Organization of the Scout Movement (WOSM) schlossen sich schließlich die verschiedenen nationalen Pfadfinderorganisationen unter seinem Vorsitz zusammen. Auch die Pfadfinderinnen vereinigten sich in der World Association of Girl Guides and Girl Scouts (WAGGGS). Hier wurde Olave Baden Powell zur Chief Guide of the World gewählt.
Die Weltbundlilie ist das gemeinsame Zeichen aller Pfadfinder. Das sie umgebenden Seil mit dem Weberknoten symbolisiert den Zusammenhalt aller Pfadfinder rings um den Erdball.
1923 wurde in der Schweiz, genauer gesagt in Kandersteg das International Scout Chalet als Weltzentrum von WOSM gegründet.
Heute zählen sich etwa 28 Millionen Mitglieder in 153 Ländern der Weltpfadfinderbewegung zugehörig – damit ist sie die größte Kinder- und Jugendorganisation der Welt!!
Die Anzahl der ehemaligen Mitglieder wird sogar auf ca. 300 Millionen geschätzt.
1929 wurde „B.P.“ zum Lord of Gilwell geadelt.
1941 starb er mit fast 84 Jahren in Nyeri in Kenia. In seinem letzten Brief hinterließ er der Pfadfinderbewegung ihren bis heute wohl wichtigsten Satz: „Versucht, die Welt ein bisschen besser zurückzulassen, als ihr sie vorgefunden habt.“


von Christina
DPSG Stamm Weiße Rose 06/06/02  |  Impressum  |  Anfahrt